Blutspende --- Ende

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Folgender Leserbrief hat uns soeben erreicht:

An das Luftfahrt-Bundesamt, Präsident
Postfach 3054 D- 38020 Braunschweig

München, den 14.03.2005

Sehr geehrter Herr Schwierczinski,

75-mal spendete ich in den letzten Jahrzehnten Blut. Nie gab es ein Problem. Ich war auch sehr wohl in der Lage, nach einer Blutspende meine Flugtauglichkeit einzuschätzen.

Wie Sie wissen, muss ich seit dem 01.05.2003 lt. dem Leiter Ihres Referates L5 nach einer Blutspende einen Fliegerarzt konsultieren. Beleg: Herr Dr. Kirklies schreibt:

Weder der betreuende Arzt bei der Blutspende noch ich selbst sind also in der Lage, meine gesundheitliche Situation nach einer Blutspende einzuschätzen.

Ich gehe davon aus, dass Ihr Referat L 5 mir keine wissenschaftlichen Daten liefern kann, die eine solche Vorgehensweise rechtfertigen.

Das von Ihrem Haus zu verantwortende neue Gesetz JAR-FCL 3.0 (deutsch) entmündigt mich und lastet mir zusätzliche Kosten auf, für die kein vernünftiger und wissenschaftlicher Grund besteht.

Da ich davon ausgehe, dass mir das LBA die zusätzlich Kosten, die bei einer Blutspende entstehen, nicht ersetzen wird, verzichte ich in Zukunft auf weitere Blutspenden.

Anbei übersende ich Ihnen meine Ehrennadel die ich für 50-maliges Blutspenden bekam, mit der Bitte, diese an einem geeigneten Ort aufzubewahren, sollte doch damit dokumentiert werden, dass Piloten zu früheren Zeiten durchaus bereit waren, ihre Verantwortung für die Allgemeinheit ernst zu nehmen.

Sollte sich in der Rechtslage (Auslegung von JAR-FCl 3 deutsch) etwas ändern, oder sollte Ihr Haus in Zukunft bereit sein, zusätzlich entstehenden Kosten bei einer Blutspende von Piloten zu übernehmen, so lassen Sie es mich bitte wissen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 07. Dezember 2018 um 14:14 Uhr