Wie man Medicalprobleme handhabt ..

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Die unendliche Geschichte hinsichtlich Flugmedizin und JAR-FCL 3 (deutsch) erscheint immer dann in einem ganz besonders unangenehmen Licht, wenn man von Zeit zu Zeit zu unseren europäischen Nachbarn schaut.

Was kleinste Abweichungen von der JAR-FCL 3 Norm in Deutschland für Piloten bedeuten ist ja hinlänglich bekannt. Auch an die gebetsmühlenartig wiederholten Phrasen, dass man keinen Millimeter von JAR-FCL abweichen kann, weil sonst die gegenseitige Anerkennung (mutual recognition) der deutschen Lizenzen und Tauglichkeitszeugnisse gefährdet wäre, hat man sich schon beinahe gewöhnt.

Ein Blick auf eine der Internetseiten der CAA fördert dann erstaunliches, ja nahezu phantastisches zu Tage.

Auszug FAQ der CAA in Großbritannien

Q: I am a UK private pilot, but do not meet the new JAA standards for JAA Class 2 medical certification (needed to hold a JAA PPL), will I have to stop flying?

A: No - you will be issued with a JAA Class 2 medical certificate which is valid for flights in UK registered aircraft only.

Wer also die rigiden JAR-FCL 3 Medicalvorgaben nicht einhalten kann, darf ohne weiteres schon einmal, auf Flugzeugen die im Vereinigten Königreich registriert sind, der Fliegerei nachgehen. Muß dies in Deutschland eine Utopie sein?

Da bleibt doch nur noch die Frage offen, warum dies in Deutschland nicht gleichermassen gehandhabt werden kann. Es drängt sich vor allem eine Antwort auf: "Man will es nicht, oder bestimmte Herrschaften wollen es nicht."

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 04. März 2006 um 10:23 Uhr