Kaum Unfälle durch med. Ursachen

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Die Frage ist, ob mit der gegenüber früheren Regelungen verschärften regelmäßigen flugmedizinischen Untersuchung das Risiko zu reduzieren ist, das durch Unfälle entsteht, die durch Einschränkungen der flugmedizinischen Tauglichkeit verursacht werden.

In den USA haben sich in zehn Jahren 609 Unfälle ereignet, bei denen in 2 FällenTauglichkeitsmängel als Ursache feststehen. In Europa ist in der Ultraleichtfliegerei seit Anfangder siebziger Jahre kein Fall bekannt, in dem diese Ursache eine Rolle spielte.Aus den Berichten der BFU ist ebenfalls nicht ersichtlich, welchen Anteil am fliegerischenGesamtrisiko Tauglichkeitsmängel haben.

Weiterhin ist bisher keinerlei statistisch haltbarer Nachweis erbracht, dass ein durchmangelnde Tauglichkeitverursachter Unfall durch eine (zum Unfallzeitpunkt möglicherweise ein Jahr zurückliegende)Untersuchung hätte vermieden werden können.

Der gesetzgeberische und administrative Aufwand sowie die entsprechenden Kosten und Gebühren,die flugwillige Bürger auf sich nehmen, sind dagegen sehr wohl zu beziffern.Würde der Aufwand dem potentiellen Nutzen angepaßt, so ließe sich besonders in Zeitenknapper Ressourcen bei allen Beteiligten Geld sparen.

Wohl bekannt sind dagegen die Einflüsse anderer Risiken im Flugverlauf, insbesondereim Windenstart sowie bei Gebirgsflug und Landung. Eingehendes Training in und nach derAusbildung sowie regelmäßige Sicherheitsbelehrungen unterstützen die Piloten ineigenverantwortlichem Handeln.

Würden die Maßstäbe einer in der Prozesstechnik anerkannten sogenanntenPareto-Analyse angewandt, so würde sich die Fehlerreduzierung auf die wichtigsten Ursachenkonzentrieren. Hier ist insbesondere an weiter verbesserte Trainingsmethoden zu denken.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 04. März 2006 um 10:22 Uhr